Ein verlorenes Jahr?

Das Jahr 2019 war – was das reine Laufen angeht – ein ziemlicher Reinfall. Wir konnten lange nicht all das erreichen, was wir erreichen wollten. Dabei fing alles gut an. Die Läufe bis 20 km waren eigentlich immer drin und wir waren ganz gut in Schuss. Nachdem ich aber zunehmend gesundheitliche Probleme bekommen habe (ich war dauern krank, Schuld daran war letztendlich ein entzündeter Zahn, der mir in Zukunft keine Probleme mehr bereiten wird) und wir den ZUT Basetrail XL für uns abgesagt hatten (zum Anfeuern waren wir aber dennoch dort) stand unser Haus-Anbau auf dem Programm. Und dieser Anbau hat unsere Ressourcen letzten Endes völlig aufgezehrt. Wir mussten viel mehr selbst Hand anlegen, als ursprünglich geplant und unser Zeitplan hat sich ein ums andere Mal verschoben.

Aber war es deshalb ein verlorenes Jahr?

Ausläuferischer Sicht ein klares „Ja“. Aus persönlicher Sicht nicht. Nachdem wir jetzt schon eineinhalb Jahre verheiratet sind konnten wir meine Wohnung endlich aufgeben, da unser gemeinsames Nest endlich fertig gestellt ist. Tatsächlich heute kommt Farbe an unseren Anbau. Wir können trotz Home-Office, Home-Schooling und #stayhome sehr positiv in eine gemeinsame Zukunft blicken!

Seit Mitte April laufen wir auch wieder. Und zwar so regelmäßig und mittlerweile auch wieder mit so viel Lust und Spaß, dass wir – obwohl wir es nicht übertreiben und es langsam angehen lassen – schon weit über dem sind, was wir im letzten Jahr im gleichen Zeitraum gelaufen sind.

Manchmal macht es Sinn, nicht mit den kurzen Distanzen anzufangen, sondern lieber lang und langsam zu laufen. Wobei „langsam“ erstens jeder für sich selbst definieren muss und sich das „langsam“ ganz allmählich in Richtung „oh, so schnell waren wir“ ändert.

Ich hoffe, wir können so weiter machen und bleiben von allen Krankheiten und Blessuren verschont. Wir freuen uns schon auf die On Venture Days …

Schreibe einen Kommentar